Singakademie Gera e.V.

Singakademie Gera e.V.

Text: Nicole Ecklebe (Singakademie Gera)

Fotos: Michael Pauser (Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach)

Am 13. Mai und 15. Mai 2026 folgten wir wieder sehr gern der Einladung der Vogtland Philharmonie zum gemeinsamen Musizieren. Auf dem Programm stand die Mahler Auferstehungssinfonie (Sinfonie Nr. 2 c-Moll).

Kurz zum Werk: Diese Sinfonie ist ein monumentales Werk über Tod, Sinn des Lebens und Erlösung. Über fünf Sätze hinweg entwickelt sich das musikalische Drama von einer wuchtigen Totenfeier bis hin zum triumphalen, choralartigen Auferstehungschor im Finale. Gustav Mahler (1860-1911) erschuf diese Sinfonie aufgrund seines existentiellen Ringes um die großen Fragen des Lebens und des Todes, die fast jeden Menschen intensiv beschäftigt. Der Text entstammt dem Kirchenlied „Auferstehn, ja auferstehn wirst du“ von Friedrich Gottlieb Klopstock (1728–1803).

Für die Aufführungen lud die VP drei Chöre ein: den Monteverdi-Chor Würzburg, die Singakademie Chemnitz und die Singakademie Gera. Jeder Chor probte separat die Choreinsätze im 5. Satz. Unsere Probenarbeit fand in relativ kurzer Zeit parallel zur Einstudierung der Lieder für unser Sommerfest statt. Dies war möglich, da die SAG bereits in der Vergangenheit dieses Werk aufgeführt hatte.

Eine kleine Impression unserer Probenarbeit finden Sie unter: Youtube – Vogtland Philharmonie…. (https://www.youtube.com/watch?v=Rp1w3W-x7yE)

Die Termine beider Konzerte umrahmten den Himmelfahrts-Feiertag – am 13.05. waren wir im Neuberinhaus Reichenbach und am 15.05. in der Vogtlandhalle Greiz zu Gast.

Vielen Dank an Orchesterdirektor Herrn Michael Pauser von der Vogtland Philharmonie für die perfekte professionelle Organisation vor Ort. Trotz der logistischer Herausforderung bei beiden Veranstaltungen mit 150 Chorsängern, über 70 Orchestermusikern und Solisten verlief alles reibungslos, sogar für einen kleinen Imbiss wurde gesorgt.

Der Schlusschor im 5. Satz startete nach ca. 90 Minuten Wartezeit, die man als Sänger als ergreifend und einen musikalischen Hochgenuss bezeichnen kann. Dann endlich war es so weit und wir konnten unseren künstlerischen Beitrag leisten. Alle Sängerinnen und Sänger wirkten als musikalische Einheit und begannen mit fast Flüstern der Worte „Auferstehn, ja aufersteh, wirst du“ und steigerten uns – zusammen mit Solisten und Orchester – zum
überwältigenden Aufbäumen im Finale, das mit folgenden Worten endet „Aufersteh´n, ja aufersteh´n wirst du, mein Herz, in einem Nu! Was du geschlagen, zu Gott wird es dich tragen!“. Imposant und ergreifend zugleich. Diese tiefbewegende Musik kann durchaus als musikalische Grenzerfahrung bezeichnet werden.

 

Die Konzertbesucherinnen und -besucher zeigten uns mit kräftigem Applaus, dass die Aufführungen auch für sie ein emotionales und überwältigendes Erlebnis waren.