Mobirise



am 6. Oktober startete unser großes Projekt: 








die Konzertreise nach Italien...


Italien - wir kommen!

Bericht: Karla Zyrus und Johann-Christoph Trinks
Bilder: Johann-Christoph Trinks und Cornelia Azendorf

Das Datum stand schon lange fest. Vom 6.10. bis 10.10.2018 fuhr unser Chor mit Herrn Stielau und den Musikern des Rocca-Duos, Herrn Hermann und Herrn Wiegand, nach Riva del Garda.

Ein schönes Programm (sh. unten) war vorbereitet worden, denn wir sollten in Italien zwei Konzerte geben.
Die zehnstündige Fahrt am 6.10. verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle: keine Staus, niemandem wurde es schlecht, die Sonne schien und unser Fahrer war in Ordnung. Gegen 18.15 Uhr kam der Bus am Hotel an. Dann hatten wir um 19.15 die erste Probe (kein Witz), anschließend gab es Abendessen und nach einem kleinen Rundgang verschwanden die meisten erschöpft in den Betten, denn am nächsten Morgen mussten wir schon um 6.00 Uhr aus den Federn, denn bereits 7.45 Uhr fuhren wir nach Gardone Riviera in die evangelisch lutherische Kirche der deutschen Gemeinde, wo wir um 11 Uhr einen Erntedankgottesdienst augestalteten. Wir wurden sehr herzlich in diesem wunderschönen Städtchen empfangen und die Gemeinde freute sich sehr über unsere musikalischen Beiträge und belohnte uns mit einem Picknick vor der Kirche im herrlichsten Sonnenschein mit Blick auf den See. Anschließend wollten wir mit der Fähre über den See fahren. Nach halbstündigem Warten stellte sich dann heraus, dass die Überfahrt so teuer und nur unwesentlich schneller als die Fahrt mit dem Bus wäre, so dass wir schlussendlich auch rückwärts den See umrundeten und gerade richtig zur Probe um 16.45 Uhr in der Kirche S. Maria Assunta in Riva eintrafen. Hier erwartete uns eine barocke Kirche mit langem Nachhall, nach der eher trockenen Akustik am Vormittag eine Abwechslung. Die katholische Messe auf italienisch um 18 Uhr war sehr gut besucht und wir ernteten reichlich Beifall. Die Messe ging nahtlos in ein Mini-Konzert über, wo wir noch einige weitere Titel sangen und am Ende mit Standing Ovations (vor allem für das Gloria von Rutter) belohnt wurden. Auch heute nach dem Abendessen war nicht mehr viel los, da alle geschafft waren.

Der Montag (8.10.2018) gestaltete sich ziemlich vielseitig. Wie immer ging es schon sehr zeitig los. (Also: Schlenzereien in Form von lange schlafen gab es an keinem der fünf Tage in Italien!). Wir fuhren zuerst nach Verona, die Stadt von Romeo und Julia. Bei einem zweistündigem Stadtrundgang erfuhren wir viele interessante und wissenswerte Details über diese alte römische Stadt. Und wer weiß, vielleicht hat der oder die Eine oder Andere etwas Glück mit nach Hause gebracht, nach der er oder sie die Brust der Julia berührt hat? Die Statue der Julia steht im Hof von Julias Haus mit dem berühmten Balkon. Leider war das Haus selbst geschlossen, wie auch später die berühmte Arena. In Italien wird montags museal nicht gearbeitet.

Unser nächstes Ziel an diesem Tag war Lazise, ein romantisches kleines Städtchen am Gardasee. Bei einer Weinprobe wollten wir uns die nach einem Stadtrundgang und viel Hitze etwas müden Beine ausruhen. Aber vier Weinproben zu verkosten bedeutete denn auch einen leichten Schwips für die meisten von uns. Na, und der Umsatz für das Weingut konnte sich sehen lassen. Vielleicht wünscht sich der Winzer häufiger Besuch von einem Chor, wenn der Umsatz so steigt? Alles in allem war das Ganze eine lustige Angelegenheit. Der Tag hatte noch eine Überraschung für uns bereit. In Malcesine endete die Busfahrt, wir stiegen auf ein Schiff um und fuhren über den Gardasee nach Riva zurück. Freizeit war angesagt.

Der letzte Tag unseres Aufenthaltes in Italien wurde durch den Besuch Venedigs, der Stadt am Canale Grande, gekrönt. Wir konnten die einzigartige Schönheit der Bauwerke bewundern und erlebten Touristen über Touristen. Nicht schön. Schade um Venedig.

Und dann hieß es "Ade, Riva! Ade, Italien!" Am 10.10.2018 endete unser Aufenthalt am Gardasee und wir traten die Heimreise an, die ebenso reibungslos verlief wie die Herfahrt: keine Staus, niemandem wurde es schlecht, die Sonne schien und unser Fahrer war in Ordnung. Und wie Herr Stielau bei der Auswertung sagte: "Es waren fünf schöne Tage, die jederzeit wiederholbar sind."

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Silvia Kühn, die diese Reise so vorbildlich vorbereitete und immer im Einsatz war, damit alles gut klappte. Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt!


Das Programm:

Adagio / Allegro aus Sonate F-Dur HWV 370
Georg Friedrich Händel - ROCCA-Duo
Motette "Da pacem, Domine"
Melchior Franck 1580 - 1639
Choral "Jesus bleibet meine Freude"
Johann Sebastian Bach 1685 - 1750
Motette "Jauchzet dem Herrn, alle Welt"
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809 - 1847
Adagio religioso
Albert Becker 1834 - 1899 - ROCCA-Duo
"Kein schöner Land"
A. W. Zuccalmaglio, Satz: Helmut Barbe
"Horch was kommt von draußen rein"
dt. Volkslied, Satz: Rolf Lukowski
"Sah ein Knab ein Röslein stehn"
J. W. v. Goethe / H. Werner, Satz: Rolf Lukowski
Lied ohne Worte
Wilhelm Rudnick 1850 - 1927 - ROCCA-Duo
"Lerchengesang"
aus op. 48 Felix Mendelssohn Bartholdy
"Die Nachtigall"
aus op. 59 Felix Mendelssohn Bartholdy
Cavatine
Joachim Raff 1822 - 1882 - ROCCA-DUO
"Waldesnacht"
Johannes Brahms
"Gloria"
aus "Mass of the children" John Rutter *1945
Zugabe: "Unity"
Spiritual von Glorraine B. Moone auf den Psalm 133:1 (KJV)