Weihnachtskonzerte 2019

Weihnachtskonzert in der Salvatorkirche Gera

Weihnachten steht vor der Tür - morgen ist schon Heiligabend und so langsam fällt der Stress der letzten Tage ab, macht sich Ruhe und Besinnlichkeit in uns breit. Wir hoffen natürlich sehr, dass unsere beiden Weihnachtskonzerte am 6. und 20. Dezember dazu beigetragen haben, weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Ein besinnlich-fröhliches Programm konnten wir Ihnen darbieten und wenn auch unser Chor am 6. Dezember krankheitsbedingt ziemlich geschrumpft war - am vergangenen Freitag traten wir in voller Besetzung in der schönen Salvator-Kirche in Gera an, und das konnte man auch hören. Wo am Nikolaustag noch einige Unsicherheiten zu hören waren, klappten die schwierigen Stellen diesmal problemlos. Das Konzert begann mit dem alten Kirchenlied "In dulci jubilo", von uns in einer modernen Fassung von Karl Jenkins gesungen. Herrn Stielau erinnerte das Lied an sein Mittagessen - es handelt sich nämlich um eine sogenannte "makkaronische" Dichtung, bei dem der Text ein Mix aus zwei Sprachen, hier Lateinisch und Deutsch, ist. Tatsächlich wurden solche auch "Nudelverse" genannten Dichtungen hauptsächlich verwendet, um einen komischen Effekt zu erzielen. Warum dies nun ausgerechnet bei einem Kirchen- bzw. Weihnachtslied zur Anwendung gekommen ist, weiß ich allerdings auch nicht. Bemerkenswert ist es allemal. Besinnlich ging es weiter mit der wunderschönen Weise "O du stille Zeit", nicht eigentlich ein Weihnachtslied, aber sehr passend für diese Zeit, mit einem ziemlich schwierigen Tenorsolo, was unsere Damen (sic!) und Herren im Tenor sehr gut meisterten. Zwei Sätze aus dem 16. Jahrhundert folgten: Palestrinas Motette "Alma Redemptoris Mater" sowie Johannes Eccards "Allein Gott in der Höh' sei Ehr". Es folgten zwei Stücke unseres derzeitigen Lieblingskomponisten John Rutter. Aus seiner "Mass for the Children" sangen wir das Sanctus, das Sopransolo sang Sabine Thümer mit ihrer schönen klaren Stimme. Sabine hat das Rutheneum besucht und verstärkt offiziell seit Anfang 2018 unseren Sopran - wir sind sehr froh darüber. Ebenfalls von John Rutter stammt die Psalmvertonung "O clap your hands". Klatschende Hände zum Lobe Gottes - die kann man hören in dieser Hymne. 
Das bekannte Weihnachtslied "O du fröhliche" leitete über in den zweiten Teil des Konzertes. Lediglich die Motette "Tröstet mein Volk" von Eduard Karl Nössler und Pamela Baskin-Watsons Gospen "My soul has been redeemed" unterbrachen den Reigen der bekannten Weihnachtslieder. "Es ist ein Ros' entsprungen" im Satz von Michael Praetorius, "Stille Nacht, heilige Nacht" (Satz: David Willcocks) und "Leise rieselt der Schnee" (Satz: Helmut Barbe) erzeugen wohl in jedem von uns ein wohlig-heimeliges Gefühl, wie es das nur zur Weihnachtszeit gibt. Damit auch das Heitere nicht zu kurz kommt, haben wir noch einen Satz mit Ohrwurm-Charakter ins Programm genommen. Auf jedem Weihnachtsmarkt, in jedem Kaufhaus dudelt in diesen Tagen "Rudolf, the rednosed reindeer" und manch einer kann's schon nicht mehr hören. Wir haben aber einen Satz mit lateinischem Text gefunden. So wird aus dem englischen "Rudolf, the rednosed reindeer" das lateinische "Rudolphus Rubrinasus". Schräg? Finden wir auch - macht aber Spaß! Und zum Abschluss durfte es auch ein wenig Kitsch sein, im schönsten Bigband-Sound gab es ein beschwingtes "White Christmas". 
Beschwingt geht das alte Jahr zu Ende, das neue wartet schon mit spannenden Konzerten. Manch einer hat es schon läuten hören: die Singakademie feiert im nächsten Jahr 50jährigen Geburtstag! Das wird gefeiert mit einem großen Festkonzert am 16. Mai in der Johanniskirche in Gera. Den Termin kann man sich ja schon mal vormerken - wir freuen uns jedenfalls schon sehr darauf. 
Jetzt aber wünschen wir allen Verwandten und Freunden, Mitsängern und Musikern und nicht zuletzt unserem Publikum ein frohes Weihnachtsfest, eine guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches, schönes Jahr 2020!